Jahrestage von Fernschachmeistern

23. September

Juliane Hund (†)

95. Geburtstag

Internationale Fernschachmeisterin seit 1975 (BRD), BRD-Fernschachmeisterin 1967 und 82 aus Leverkusen

24. September

Raj Tischbierek

61. Geburtstag

Großmeister seit 1990, Herausgeber und Redakteur von SCHACH, Teilnehmer bei der Schach-Olympiade 1990 für die DDR-Nationalmannschaft, DDR-Fernschachmeister 1990 aus Berlin, DDR-Meister 1987 und 90. DDR-Mannschaftsmeister 1982 mit der SG Leipzig.

René Wendt

61. Geburtstag

FIDE-Meister, 13. DDR-Fernschachmeister 1987 aus Leipzig

25. September

Götz Preuße (†)

82. Geburtstag

Turnierveranstalter aus Jena, der zuletzt bei BSV Mühlhausen 04 aktiv war. Preuße erlernte das Schachspiel von seinem Vater. Kurze Zeit war er Vorsitzender der Schachabteilung von Motor Weimar. 1978 kam er nach Jena und belebte dort das Schachleben mit zahlreichen Veranstaltungen. "Er übernahm Funktionen sowohl auf regionaler Ebene (1981-1990 KFA-Vorsitzender Schach Jena) als auch im Deutschen Schachverband der DDR (1984-1990 Vorsitzender der Studentenkommission). Sechsmal in Folge (1985-1990) organisierte er auf der Leuchtenburg DDR-Meisterschaften im Nachwuchsbereich, die er auch selber leitete. Im Jahr 1990 veranstaltete er die letzte DDR-Meisterschaft der Männer und Frauen in Bad Blankenburg. Zu seinen Verdiensten zählt die Herstellung freundschaftlicher Kontakte nach Kosice in der Tschechoslowakei, die zu mehreren Teilnahmen Jenaer Schachspieler an dortigen Turnieren führte.
Nach der Wiedervereinigung übernahm er als Gründungsmitglied des Thüringer Schachbundes die Funktionen des Schatzmeisters sowie des Schulschachreferenten. Er hatte die Vorstellung, Schach als Schulfach an allen Thüringer Schulen einzuführen. Neben Schachunterricht an 12 Jenaer Schulen unternahm er einen vom Thüringer Kultusministerium geförderten Projektversuch an Schulen in Stadtilm, Weimar, Mühlhausen, Eisenach und Waltershausen. Er überzeugte den Auer-Schulbuchverlag, ein methodisches Schachheft “Schach-konkret“ für Schüler herauszugeben, das er gemeinsam mit den Jenaer Schachspielern Richard Brömel und Gerhard Richter verfasste. Das heute vergriffene Heft fand später eine Fortsetzung in einem zweiten Teil. Die von ihm organisierte Thüringer Schulschachmeisterschaft 1996 in der Thüringenhalle zählte ca. 700 Teilnehmer. Bereits 4 Jahre vorher hatte er eine in Bucha (bei Jena) ausgetragene Deutsche Schulschachmeisterschaft nach Thüringen geholt.
1994 gründete er den Förderverein Schach Jena & Holzlandkreis, desen Vorsitz er übernahm. Später wurde daraus der Förderverein Schach Thüringen, auf dessen Initiative mehr als 20 Jahre lang verschiedene Turniere stattfanden, die ihren festen Platz im zentralen Turnierkalender fanden. Die traditionsreichsten waren wohl die in Jena, Friedrichroda, Gotha und Mühlhausen. Dank seiner Fähigkeit, auch bisher schachfremde Sponsoren zu begeistern, gelang es ihm, einzelne Großveranstaltungen zu organisieren. So fand 1996 die Deutsche Seniorenmeisterschaft mit einer damaligen Rekordbeteiligung von 364 Teilnehmern in Friedrichroda statt. 2004 richtete der Förderverein sowohl die Deutsche Schnellschachmeisterschaft als auch die 75. Deutsche Meisterschaft im sächsichen Höckendorf aus. Somit gelang Gotz das Kunststück, als einziger Turnierveranstalter in der Bundesrepublik sowohl eine DDR-Meisterschaft als auch eine gesamtdeutsche Meisterschaft ausgerichtet zu haben. Die Übergabe des „großen Götz Preuße Buches“ und die vielen Würdigungen, die ihn anlässlich der Auflösung des Fördervereins Schach am Jahresende 2015 aus der „Familie“ seiner Turnierteilnehmer erreichten, erfüllten ihn mit großer Freude. Für seine langjährige Arbeit als Organisator und Förderer des Schachsports erhielt er im Jahr 2017 vom Thüringer Ministerprädienten Bodo Ramelow das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. Götz empfand dies als eine große Anerkennung seines Lebenswerkes. Selber nahm er nur selten an Turnieren teil. Neben vereinzelten Spielen beim Heimatverein BSV Mühlhausen 04 fand er seine Erfüllung vor allem im Fernschach, das er bis zuletzt mit Begeisterung spielte. [Quelle: Nachruf]

28. September

Jürgen Mädler

87. Geburtstag
Internationaler Fernschachmeister seit 1977 (DDR)

12. Oktober

Rolf Schlieder

104. Geburtstag

Schachmeister aus Rostock. Er war mecklenburgischer Meister Anfang der 1950er Jahre und vielmaliger Teilnehmer von DDR-Meisterschaften. 1963 wurde er DDR-Fernschachmeister, 1994 erhielt er den Titel Internationaler Fernschachmeister.

13. Oktober

Matthias Kribben

63. Geburtstag

Kribben war Präsident des Berliner Schachverbandes von März 2004 bis März 2010 und Vizepräsident des DSB von Mai 2007 bis Mai 2009. Im Fernschach trägt er den Großmeistertitel und gehört zur Nationalmannschaft. Im Mai 2014 wurde er Fernschach-Vizeweltmeister.

17. Oktober

Werner Hase

86. Geburtstag
Internationaler Fernschachmeister, Fernschach-Europameister 1999

Karl-Heinz Maeder (†)

75. Geburtstag

Deutscher Fernschachgroßmeister, BRD-Fernschachmeister 1979 aus Frankfurt/Main, Fernschach-Weltpokalsieger 1976. Bis 2013 war er Mitglied der SF Frankfurt 1921. [Nachruf]