Jahrestage von Fernschachmeistern

13. August

Karlheinz Neumann

91. Geburtstag

DDR-Fernschachmeister 1986 aus Erfurt

14. August

Hans-Werner von Massow (†)

38. Todestag
Deutscher Schachfunktionär, Präsident des Weltfernschachbundes ICCF

21. August

Peter Firmenich (†)

57. Todestag

Fremdsprachentalent und Übersetzer aus Köln. 1956 gewann er das Deutsche Kandidatenturnier vor zahlreichen Meistern. 1957 zog er sich wegen eines Herzleidens vom Nahschach zurück und spielte nur noch Fernschach.

24. August

Karl-Josef Schiffer (†)

28. Todestag
FIDE-Meister. 1978 mit FIDE-Elo 2435 Rang 10 in der BRD. Zweifacher BRD-Meister mit der Düsseldorfer Schachgemeinschaft. Erfolgreicher Fernschachspieler. Wurde 1997 in Bad Bevensen Deutscher Seniorenmeister, obwohl er bereits von schwerer Krankheit gezeichnet war.

28. August

Christian Sender

65. Geburtstag
Fernschachgroßmeister aus Berlin, der jetzt in Cuxhaven lebt

30. August

Jörg Sawatzki

61. Geburtstag
Fernschach-Europameister 1999

5. September

Karl-Heinz Maeder (†)

13. Todestag

Deutscher Fernschachgroßmeister, BRD-Fernschachmeister 1979 aus Frankfurt/Main, Fernschach-Weltpokalsieger 1976. Bis 2013 war er Mitglied der SF Frankfurt 1921. [Nachruf]

6. September

Andreas Bachmann

71. Geburtstag

Fernschachgroßmeister, FIDE-Meister

Götz Preuße (†)

6. Todestag

Turnierveranstalter aus Jena, der zuletzt bei BSV Mühlhausen 04 aktiv war. Preuße erlernte das Schachspiel von seinem Vater. Kurze Zeit war er Vorsitzender der Schachabteilung von Motor Weimar. 1978 kam er nach Jena und belebte dort das Schachleben mit zahlreichen Veranstaltungen. "Er übernahm Funktionen sowohl auf regionaler Ebene (1981-1990 KFA-Vorsitzender Schach Jena) als auch im Deutschen Schachverband der DDR (1984-1990 Vorsitzender der Studentenkommission). Sechsmal in Folge (1985-1990) organisierte er auf der Leuchtenburg DDR-Meisterschaften im Nachwuchsbereich, die er auch selber leitete. Im Jahr 1990 veranstaltete er die letzte DDR-Meisterschaft der Männer und Frauen in Bad Blankenburg. Zu seinen Verdiensten zählt die Herstellung freundschaftlicher Kontakte nach Kosice in der Tschechoslowakei, die zu mehreren Teilnahmen Jenaer Schachspieler an dortigen Turnieren führte.
Nach der Wiedervereinigung übernahm er als Gründungsmitglied des Thüringer Schachbundes die Funktionen des Schatzmeisters sowie des Schulschachreferenten. Er hatte die Vorstellung, Schach als Schulfach an allen Thüringer Schulen einzuführen. Neben Schachunterricht an 12 Jenaer Schulen unternahm er einen vom Thüringer Kultusministerium geförderten Projektversuch an Schulen in Stadtilm, Weimar, Mühlhausen, Eisenach und Waltershausen. Er überzeugte den Auer-Schulbuchverlag, ein methodisches Schachheft “Schach-konkret“ für Schüler herauszugeben, das er gemeinsam mit den Jenaer Schachspielern Richard Brömel und Gerhard Richter verfasste. Das heute vergriffene Heft fand später eine Fortsetzung in einem zweiten Teil. Die von ihm organisierte Thüringer Schulschachmeisterschaft 1996 in der Thüringenhalle zählte ca. 700 Teilnehmer. Bereits 4 Jahre vorher hatte er eine in Bucha (bei Jena) ausgetragene Deutsche Schulschachmeisterschaft nach Thüringen geholt.
1994 gründete er den Förderverein Schach Jena & Holzlandkreis, desen Vorsitz er übernahm. Später wurde daraus der Förderverein Schach Thüringen, auf dessen Initiative mehr als 20 Jahre lang verschiedene Turniere stattfanden, die ihren festen Platz im zentralen Turnierkalender fanden. Die traditionsreichsten waren wohl die in Jena, Friedrichroda, Gotha und Mühlhausen. Dank seiner Fähigkeit, auch bisher schachfremde Sponsoren zu begeistern, gelang es ihm, einzelne Großveranstaltungen zu organisieren. So fand 1996 die Deutsche Seniorenmeisterschaft mit einer damaligen Rekordbeteiligung von 364 Teilnehmern in Friedrichroda statt. 2004 richtete der Förderverein sowohl die Deutsche Schnellschachmeisterschaft als auch die 75. Deutsche Meisterschaft im sächsichen Höckendorf aus. Somit gelang Gotz das Kunststück, als einziger Turnierveranstalter in der Bundesrepublik sowohl eine DDR-Meisterschaft als auch eine gesamtdeutsche Meisterschaft ausgerichtet zu haben. Die Übergabe des „großen Götz Preuße Buches“ und die vielen Würdigungen, die ihn anlässlich der Auflösung des Fördervereins Schach am Jahresende 2015 aus der „Familie“ seiner Turnierteilnehmer erreichten, erfüllten ihn mit großer Freude. Für seine langjährige Arbeit als Organisator und Förderer des Schachsports erhielt er im Jahr 2017 vom Thüringer Ministerprädienten Bodo Ramelow das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. Götz empfand dies als eine große Anerkennung seines Lebenswerkes. Selber nahm er nur selten an Turnieren teil. Neben vereinzelten Spielen beim Heimatverein BSV Mühlhausen 04 fand er seine Erfüllung vor allem im Fernschach, das er bis zuletzt mit Begeisterung spielte. [Quelle: Nachruf]

8. September

Friedrich Baumbach

91. Geburtstag

FIDE-Meister, Fernschachweltmeister 1989, Fernschach-Großmeister seit 1973, Teilnehmer bei der Schach-Olympiade 1970 für die DDR-Nationalmannschaft, DDR-Meister 1970. Von 1993 bis 2010 war er Präsident des Deutschen Fernschachbundes.